Motive

Für Dorothea Trudel war es eine göttliche Führung, dass gegen ihr Wollen Menschen mit körperlichen, seelischen und geistlichen Nöten ihr zur Pflege ins Haus gebracht wurden. Gehorsam ging sie darauf ein und gab sich dieser Aufgabe mit ganzer Kraft und Liebe hin, ohne sich je im leisesten um Besucher zu bemühen. Die Leute kamen von selbst oder besser, sie wurden von Gott geschickt.

Besonders in den Sommermonaten kamen auch viele Freunde und Gäste, die ihre Ferienzeit unter dem Wort Gottes, in der Gemeinschaft und unter dem Einfluss des Gebetes verbringen wollten. Dies war nicht der ursprüngliche Zweck des Hauses und wurde bloss als Nebenaufgabe betrachtet, der man sich nicht entziehen konnte und wollte.

Überblick über die Gebäude des Bibelheims um 1900. Alle angeschriebenen Gebäude gehörten dazu.

Gnadenorte

Graf Niklaus Ludwig von Zinzendorf errichtete in mancher Herrnhutter Ortgemeinde ein so genanntes "Asyl für die Geradheit und Wahrheit". Es hatte den Zweck, dass alles menschliche Elend in ihm erscheinen durfte, wie es war, und jeder Mensch seinen Jammer in ein treues Ohr ausschütten konnte, ohne deswegen etwas befürchten zu müssen. So hatte es der Graf in einer Rede formuliert.

Das passt eigentlich auch zum Bibelheim Männedorf!